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Hans Luckhardt

Berlin 1890 - Bad Wiessee 1954


Der Architekt und Designer Hans Luckhardt wird 1890 in Berlin geboren. 1909-11 studiert Hans Luckhardt an der Technischen Hochschule in Karlsruhe Architektur. In den Jahren bis 1920 ist Hans Luckhardt wie sein Bruder Wassili Luckhardt Mitglied mehrerer Künstlergruppen, so des Arbeitsrats für Kunst, der Novembergruppe und des Rings.
1919-20 gehört Hans Luckhardt zur Gläsernen Kette, dem Briefwechsel zwischen den Architekten Bruno und Max Taut, Hermann Finsterlin, Paul Goesch, Wenzel Hablik, Hans Hansen, Hans Scharoun und Wassili Luckhardt. Ab 1921 hat Hans Luckhardt mit seinem Bruder Wassili ein Büro in Berlin. Ihre Bauwerke sind zunächst vom Expressionismus beeinflusst, so das 1921 entstandene Hygiene-Museum in Dresden. Ab 1925 finden Hans Luckhardt und sein Bruder zu einem rationaleren Baustil, der sich auch in ihren Möbelentwürfen zeigt.
Zu ihren wichtigsten Architekturprojekten in Berlin zählen die Reihenhäuser an der Schorlemer Allee (1925-30), das Haus Telschow (1928-29), die Neugestaltung des Alexanderplatzes (Projekt, 1929). 1951 gestalten Wassili und Hans Luckhardt den Berliner Pavillon auf der Constructa-Ausstellung in Hannover.
Hans Luckhardt experimentiert in den 1920er Jahren mit Anton Lorenz an so genannten Bewegungsstühlen, der Krankensessel "Siesta" wird von Thonet produziert. Mit Wassili entwirft Hans Luckhardt 1929 den standardisierten Stuhl "ST 14", ein Freischwinger aus Stahlrohr und Schichtholz. Der leicht veränderte Freischwinger "S 36" entsteht als Möblierung des Desta-Hauses auf der "Deutschen Bauausstellung" 1931 in Berlin.
1952 wird Hans Luckhardt Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1954 lehrt.


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